Ausgehend von der elementaren Konstruktion des Raumes, der Träger und Balken, die das Gebäude im Boden verankern und in der Höhe aufspannen und halten, wird ein neuer Raum durch Farbe definiert. Die Papierbahnen sind an den Holzbalken mit gemaltem Klebeband befestigt. Die zum „alten“ Raum gerichteten Seiten sind weiß gemalt, das Braun ist vor der Wandseite in der Gegenlichtsituation - durch das schmale Fenster bewegt sich das Sonnenlicht über den Tag - das Rot ist als Ort der Konzentration zentral. Das gleiche Rot ist in verschiedenen Zeiten und Geschwindigkeiten eingesetzt, schichtweise mit feinem Roller auf Papier aufgetragen steht es der schnellen, mit grobem Roller gesetzten Walzenstriche gegenüber. Die Wandmalerei situiert die Papierbahnen im Raum. Die roten Papierbahnen zeigen sich – abhängig von der Grammatur – als säulenartig skulpturale Elemente im freien Hängen im Raum, zwischen der Befestigung an den Balken und dem Aufliegen auf dem Boden.

Refraction / Lichte Weite 2009

Installation; Acryl auf Papier, Acryl auf Wand
Papierbahnen braun ca. 4,70x6,30x0,40m;
Papierbahnen rot ca. 5,30x4,80x0,40m;
Wandmalerei ca. 3,80x3,80m; Raum 6x8x12m

Ateliergebäude Kaus Australis, Rotterdam

foto© Goedewaagen Fotografie