Astrid Näff im Rahmen der Regionale9 im Projektraum M54, Basel
zu als gegenüber, die schnelligkeit
(...) Annegret Eisele (*1980 in Filderstadt, lebt in Basel) verfolgt in ihren Wandarbeiten einen Ansatz, der im situativen Eingehen auf den Ausstellungsort sowohl auf die Wahrnehmung der raumbildenden Faktoren als auch auf die Verortung von Künstlerin und Betrachtern im Verhältnis zu Malerei und Architektur abzielt. In den drei Wandfeldern, über die sich ihre zweiteilige Intervention als gegenüber, die schnelligkeit (2008) erstreckt, geschieht dies zum einen im dezenten Spiel zwischen dem zarten Weissgrau der obersten Grundierungsschicht und dem wärmeren Umgebungsweiss, zum anderen über die signalroten Streifen, die sich über das innere Stützenpaar legen und je nach Betrachterposition als flächige Malerei oder als Akzentuierung der Vor- und Rücksprünge lesbar werden. Abgestimmt auf die unruhige Wandbeschaffenheit und bemessen nach der Höhe der Trägerfläche, entschied Eisele sich für den Farbauftrag mittels einer auf eine Teleskopstange aufgesetzten Malerwalze: Malgestus und beim Malakt eingenommene Standorte bleiben nachvollziehbar; desgleichen die hilfsmittelbedingten Eigenheiten (Strichbreite, übersetzte Strecke pro Rollenumdrehung, Deckungsgrad, seitliche Reibungsspuren etc.). Die vordergründige Einfachheit dieser Malerei ist dabei ebenso von Bedeutung wie ihr zu entdeckender Detailreichtum. (...)
29.11.2008 © AN